Hetzner statt AWS: Cloud-Hosting aus Deutschland im Kostenvergleich
AWS ist mächtig - aber teuer und komplex. Für viele Projekte ist ein deutscher Anbieter wie Hetzner die bessere Wahl: günstiger, DSGVO-konform und einfacher. Wir rechnen es ehrlich durch.
Cloud-Kosten werden gnadenlos unterschätzt
AWS, Azure und Google Cloud sind die unangefochtenen Schwergewichte des Cloud-Markts. Sie bieten unglaublich viele Dienste - und genau das wird vielen Unternehmen zum Verhängnis: Die Rechnung wächst unübersichtlich, und am Monatsende steht eine Summe, mit der niemand gerechnet hat.
Für einen großen Teil der Projekte braucht es diese Komplexität gar nicht. Ein europäischer Anbieter wie Hetzner liefert solide Cloud-Infrastruktur zu einem Bruchteil der Kosten. Schauen wir uns das konkret an.
Hyperscaler vs. europäischer Anbieter
AWS und Co. sind darauf ausgelegt, jeden erdenklichen Bedarf abzudecken - global, hochspezialisiert, granular abgerechnet. Hetzner verfolgt einen anderen Ansatz: leistungsstarke Server zu transparenten Festpreisen, betrieben in deutschen und finnischen Rechenzentren.
Der größte versteckte Kostenfaktor bei Hyperscalern ist dabei selten die Rechenleistung selbst, sondern der Datentransfer nach außen (Egress).
Der Kostenvergleich
Eine grobe Gegenüberstellung vergleichbarer Server (Richtwerte, monatlich):
| Ressource | AWS (ca.) | Hetzner (ca.) |
|---|---|---|
| 4 vCPU / 16 GB RAM Server | 100-130 EUR | 15-20 EUR |
| 1 TB ausgehender Traffic | ~80-90 EUR | inklusive (großzügiges Kontingent) |
| 100 GB Block Storage | ~10 EUR | ~5 EUR |
| Statische IP | gering, aber berechnet | inklusive |
Die Größenordnung ist deutlich: Bei vergleichbarer Leistung liegen die Kosten bei Hetzner oft um den Faktor 5 bis 10 niedriger - besonders, sobald nennenswerter Traffic ins Spiel kommt.
Der Egress-Killer
Der unterschätzteste Posten auf jeder AWS-Rechnung ist der ausgehende Datentransfer. Jedes ausgelieferte Bild, jeder Download, jede API-Antwort kostet. Bei datenintensiven Anwendungen kann der Egress die eigentlichen Serverkosten übersteigen.
Wer regelmäßig viele Daten ausliefert, zahlt bei Hyperscalern vor allem für den Traffic - nicht für die Rechenleistung.
Bei Hetzner ist ein großzügiges Traffic-Kontingent im Festpreis enthalten. Das macht die monatliche Rechnung planbar statt überraschend.
Datenschutz inklusive
Ein Bonus, der für deutsche Unternehmen schwer wiegt: Hetzner betreibt Rechenzentren in Deutschland, unterliegt vollständig der DSGVO und nicht dem US CloudAct. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Standard. Datensouveränität ist hier kein teures Add-on, sondern der Normalfall.
Wann AWS trotzdem die richtige Wahl ist
Wir sind ehrlich: Es gibt Fälle, in denen ein Hyperscaler sinnvoll ist.
- Globale Skalierung mit Nutzern auf allen Kontinenten
- Spezialisierte Managed Services (bestimmte KI-, Daten- oder Streaming-Dienste)
- Elastische Lastspitzen, die sekundengenaue Skalierung erfordern
- Bestehende, tief integrierte AWS-Landschaften
Für die typische Unternehmenswebsite, das SaaS-Projekt im Wachstum oder den self-hosted Tool-Stack ist das aber überdimensioniert.
Unsere Empfehlung für den Mittelstand
Für die allermeisten KMU-Projekte ist Hetzner die wirtschaftlichere und einfachere Wahl - oft kombiniert mit einem Schutz- und Performance-Layer wie Cloudflare davor. So bekommt man deutsche Datenhoheit, planbare Kosten und globale Geschwindigkeit zugleich.
Fazit
AWS ist ein Werkzeugkasten für Hyperscale - und wird für Standardprojekte schnell unnötig teuer und komplex. Hetzner liefert die Leistung, die die meisten brauchen, zu transparenten Festpreisen und mit deutscher Datenhoheit.
Sie sind unsicher, welcher Anbieter zu Ihrem Projekt passt? Wir analysieren Ihre Anforderungen und rechnen die Optionen ehrlich durch. Sprechen Sie uns an.

Tim Hasenkamp
Gründer & IT-Berater bei hasenkamp solutions
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